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Mit dem Gründonnerstag beginnt das „Triduum Sacrum“, das dreitägige Fest des Sterbens und der Auferstehung Jesu Christi und das wichtigste Fest der römisch-katholischen Kirche und der Christen überhaupt. Das Triduum beginnt in der katholischen Liturgie am Abend des Gründonnerstags mit der Vesper und endet mit dem Ablauf des Ostersonntags.
In der Messe am Abend des Gründonnerstags wird des letzten Abendmahles Jesu und der Einsetzung des „Altarsakramentes“ (d.h. der Eucharistie) gedacht. Die sich anschließende schlichte Prozession mit dem „Allerheiligsten“( d.h. dem nach Auffassung der Katholiken in der geweihten Hostie gegenwärtigen Jesus Christus) steht für den Gang Jesu zum Ölberg, wo er in Todesangst betete und verhaftet wurde. In stiller Anbetung vor dem Allerheiligsten gedenken die Gläubigen in dieser Nacht Jesu Verhaftung und Geißelung.
Wir feiern das Gedächtnis Jesu Christi im Sakrament, das heißt, in einem Zeichen, das Jesus selbst eingesetzt hat und das gefüllt ist mit Wirklichkeit. Es ist das Zeichen des Mahles, das Zeichen von Brot und Wein. Beim letzten Abendmahl hat Jesus die Jünger auf seinen nahen Tod am Kreuz hingewiesen. In jeder Eucharistiefeier werde in sakramentaler Weise das Kreuzesopfer im Zeichen des Mahles gefeiert. Die Kirche erwachse aus der Feier der Eucharistie. Die Feier der heiligen Messe, deren Einsetzung in der Gründonnerstagsliturgie gedacht wird, isdt nicht Theater, nicht Schauspiel, nicht Selbstdarstellung – sondern Gebet und Gottesdienst.
Es heißt bei der hl. Wandlung der Gründonnerstagsliturgie:
„In der Nacht, da er verraten wurde…“ „Das ist heute …“
Hier holt uns das Geschehen von damals ein und wird uns – wie bei der hl. Messe – Gegenwart! Im Evangelium erfahren wir, dass Jesus seinen Jüngern die Füße wäscht. Füße waschen war früher Sklavenarbeit! Jesus hat sich erniedrigt, so groß ist seine Liebe zu uns! Wir alle sollten ihm in seiner Nächstenliebe nachfolgen.
Am Ende der Messe wird das Allerheiligste an einem anderen Ort getragen (Seitenaltar) und der Hauptaltar leer geräumt (offener und leerer Tabernakel, schmuckloser Altar, kein Altartuch). Man fühlt nun, die kommenden zwei Tage sind der Trauer und Besinnung gewidmet. In der anschließenden Betstunde gedenken die Gläubigen an das Geschehen am Ölberg. Die Orgel, Altarschellen, sowie Kirchenglocken schweigen ab nun bis zum Gloria der Osternacht. Eine Legende sagt: „Die Glocken fliegen nach Rom“ und kehren erst in der Osternacht wieder heil zurück. An ihre Stelle treten die Ratschen, emsig geschwungen von den Ministranten.
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